All my Mothers
R: Ebrahim Saeedi, Zahawi Sanjavi K: Ebrahim Saeedi P: Abbas Ghazali
2009/Iran 52 Min. Sprache: ku/meU
Während der 30jährigen Herrschaft des Baath-Regimes unter Saddam Hussein wurden im Irak tausende irakische Kurden und Schiiten entweder getötet oder als vermisst gemeldet. Mit dem Ziel, an der kurdischen Bevölkerung einen Völkermord zu begehen und das irakische Kurdistan zu arabisieren, wurden 4.500 Dörfer und Vororte in den Regionen um Kirkuk, Suleymaniyah, Dohuk und Erbil zerstört. Dabei verloren schätzungsweise 182.000 Menschen ihr Leben. Die Entdeckung eines Massengrabes nach 24 Jahren in der südlichen Wüste des Iraks wurde zur Grundlage dieses Dokumentarfilmes. Darin schildern die Filmemacher Ebrahim Saeedi und Zahawi Sanjavi anhand diverser Archivmaterialien und Interviews die Lebensverhältnisse in den Dörfern, in denen überwiegend Mütter, Töchter Frauen oder Schwestern der Opfer leben.
Berivan-Epos eines Aufstands
R:Aydin Orak K: Piroz Gültekin P: Listikvan Film
2009/Tr 50 Min. Sprache: ku/mdU
„Bêrîvan – Epos eines Aufstands“ ist ein Dokumentarfilm über die blutigen Newrozfeiern im Jahr 1992, bei der 17 Menschen in Cizre umgebracht wurden. Auch in anderen kurdischen Städten der Türkei wurden viele weitere Menschen getötet und hunderte verletzt. Der Dokumentarfilm zeigt viele Originalaufnahmen von dem Widerstand der Bevölkerung gegen die Unterdrückung des türkischen Staates. Vor allem aber kommt die Frau zu Wort, die damals den Aufstand mit anführte: Bêrîvan.
Bir adim ötesi…/Ein Schritt weiter…
R:Tülin Dag K: Gürsat Özdamar, Caglar Cetin,
Tülin Dag P: Yapim 13
2011/Tr 44 Min. Sprache: tr/mdU
„Bir adim ötesi…“ ist ein Film über kurdische Frauen, die aufgrund ihrer politischen Meinung und ihres politischen Widerstands in den 1990er Jahren in der Türkei zu langen Haftstrafen verurteilt wurden und in einem Istanbuler Gefängnis über viele Jahre inhaftiert waren. Nach ihrer Entlassung erzählen drei der Frauen vom Leben und Überleben im Gefängnis und ihrem Leben in der wiedererlangten und wiederzuerlangenden Freiheit.
Dayê dibê Asitî/My Mother wants Peace
R:Aziz Capkurt K:Aziz Capkurt
P: Aziz Capkurt
2011/Tr 52 Min. Sprache: ku,tr/meU
„Der seit 30 Jahren währende Krieg in der Türkei betrifft direkt und indirekt Millionen von Menschen. Geschätzte 45.000 Menschen kamen dabei ums Leben, 20.000 starben in Gefängnissen und vier Millionen Menschen mussten aus ihrem Land flüchten. In dieser Zeit entstanden auch vielfältige Friedensbewegungen und Aktionen. Der Film Daye dibe asiti proträtiert die Initiative der Friedensmütter. Diese wurde 1998 gegründet und ist eine Vereinigung von Müttern, die ihre Töchter und Söhne im Krieg verloren haben und sich gemeinsam für den Frieden einsetzen.
Gefängnis Nr. 5 in Diyarbakir
R: Cayan Demirel K: Koray Kesik
P: Surela Film Production
2009/Tr 100 Min. Sprache: ku, tr/mdU
Das Gefängnis Nr. 5 in Diyarbakır war nach dem Militärputsch am 12. September 1980 das berüchtigtste Oppositionellengefängnis der Türkei. Die Dokumentation ist der erste und einzige Film, der die Haftbedingungen und Foltermethoden zu dieser Zeit in aller Deutlichkeit vor Augen führt. In Gesprächen mit überlebenden Inhaftierten erfahren wir von den grausamen und menschenunwürdigen Zuständen in der als „Militärschule“ deklarierten Haftanstalt. Der Film erhielt den Preis für den besten Dokumentarfilm von der türkischen Filmkritikervereinigung SIYAD und beim Filmfestival Antalya 2009.
Seyid hakikat yolunda/ Seyid On the Path of Truth
R: Özkan Kücük K: Özkan Kücük, Kazim Öz
P: Serra Bucak, Suncem Kocer, Özkan Kücük
2010/Tr 75 Min. Sprache: ku,tr/meU
Seyid Musa ist ein 77 Jahre alter alevitischer Gelehrte und eröffnete das erste alevitische Gebetshaus in der Türkei. Der Film begleitet Seyid Musa auf seiner Reise von Istanbul in seine Geburtsstadt Dersim und schildert so die alevitische Philosophie und auch das Leid der Aleviten nach dem Massaker 1938.
Şewaxan
R: Kazim Öz K: Kazim Öz
P: Yapim 13, Mezopotamia Cinema
2009/Tr/Fr 91 Min. Sprache: ku,tr/meU
Die Şewaxan (dt: „die Märchenhaften“) sind ein Nomadenvolk in der türkisch-kurdischen Region um Dersim. Im Winter leben sie in Steinhäusern in einem Dorf, aber im Frühling, wenn die Lämmer geboren werden, gehen sie mit ihren Ziegen und Schafen auf die Hochweiden im Gebirge. Der Filmemacher Kazim Öz begleitete die Şewaxan ein ganzes Jahr. Mit seiner Kamera beobachtete er Menschen und Tiere ohne aufdringliche Fragen oder Kommentare aus nähester Nähe. Doch der Regisseur ist nicht völlig unsichtbar, denn einige Nomaden erzählen ihm Geschichten über ihr Leben in einer auffallend vertraulichen Art. So wird der Film zu einer intimen Darstellung von Menschen, die sehr hart arbeiten, um ihren bescheidenen Lebensstandard zu sichern.
The Road to Diyarbakir
R: Zaradasht Ahmed K: Zaradasht Ahmed
P: Phantomfilm
2010/Nor 56 Min. Sprache: ku/meU
„The Road To Diyarbakir“ ist eine Reise, ein Roadmovie, eine Dokumentation. Der Musiker Ciwan Haco lebt im schwedischen Gävle ein ruhiges Leben als Ehemann und Vater. Dort wissen nur wenige, dass er unter Kurden als Superstar und lebende Legende gilt. Nachdem die türkische Regierung jahrelang seine Musik verboten hatte und er selbst gezwungen war, im schmerzhaften Exil zu leben, kann Ciwan Haco nach Jahrzehnten zu den Newrozfeiern endlich nach Diyarbakir zurückkehren und im Herzen Kurdistans seine Lieder spielen.
Yezidi
R: Anja Breien K: Anja Breien
P: Aprilfilm AS
2009/Nor 56 Min. Sprache: ku/meU
Die Jesiden gehören zu einer Religion, deren Wurzeln sowohl im Mithras-Kult als auch im Zoroastrismus zu finden sind. Die ungefähr eine Million Menschen umfassende Religionsgemeinschaft ist in allen Teilen Kurdistans beheimatet, davon hauptsächlich im irakischen Teil. Alle Jesiden sind Kurden und wohnen daher augrund von Flucht und Migration auch Georgien, Armenien und Europa. Die Religion basiert auf oralen Traditionen und ist sowohl von innen als auch von außen bedroht.








