Spielfilme

Après la Chute

R: Hiner Saleem   K: Andreas Sinanos
P: Agat Films, Mitosfilm

2010/Fr/D  63 Min.   Sprache: de, ar, ku/meU

D: Nazmi
Kɪrɪk, Ferhad Feqi, Roj Haco

Bagdad im April 2003: Saddam Hussein ist gestürzt. Auch den Irakern im Exil konnte nichts Besseres passieren. Azad, ein irakischer Kurde in Deutschland, sitzt vor dem Fernseher und hat seine irakischen Freunde eingeladen, dieses Ereignis mit ihm zu feiern. Gemeinsam stoßen sie auf die neue Freiheit an, tanzen, singen und schwelgen in Erinnerungen. Doch mit den Erinnerungen kommen auch die Schattenseiten der Vergangenheit wieder zum Vorschein und die Feier verwandelt sich in eine Abrechnung.

 

Bahoz/The Storm

R: Kazim Öz   K: Ercan Özkan
P: Yap
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2008/Tr 165 Min. Sprache: tr, ku/meU
D: Cahit Gök, Havin Funda Saç, Selim Akgül, Asiye Dinçsoy, Ali Geçimli

Cemal kommt zum Studieren aus einer kurdischen Provinz nach Istanbul. Nach anfänglicher Einsamkeit lernt er eine linke Studierendengruppe kennen, wodurch er seine wahre Identität zu hinterfragen beginnt. Mit dem Glauben an die Revolution beginnt für Cemal und seine Freunde eine stürmische Phase ihres Lebens. Der Regisseur Kazim Öz erzählt mit diesem Film die Geschichte einer ganzen Generation von kurdischen Studierenden in den 90er Jahren, für die die Universität zu einem Kampfplatz für Freiheit wurde.

 

Cerx/Das Rad

R: Chepo Gewez  K: Till Gombert
P: Chepo Gewez
2011/D  90 Min. Sprache: de/ku/mdU
D:Lena Nowak, Chepo Gewez, Rindo Sur, Maria Ro

Die Geschichte eines kurdischen Mädchens namens Mizgin, das zur arrangierten Ehe gezwungen wird. Mizgin sucht Hilfe bei ihrem Freund, der sie jedoch im Stich lässt. Der Freund selbst leidet unter einer Identitätskrise und Sprachlosigkeit und ist von Albträumen geplagt. Ihr Vater und ihr Bruder wollen Mizgin zum Flughafen nach Basel bringen, um sie von dort aus nach Kurdistan zu schicken. Doch auf dem Weg zum Flughafen kommt alles anders als geplant.

 

Der Duft des Apfels

R: Ravin Asaf   K: Cornelius Plache
P: Art Castel GmbH

2008/Irak/D  83 Min.   Sprache: kur/mdU
D: Shalau Jamal, Sayfa Akdad, Shwan Atof

Der Giftgasanschlag auf die kurdische Stadt Halabjah wirft auch 20 Jahren später noch seine Schatten. Der 15-jährige Schüler Rizgar entführt den Apotheker Yusuf, der für eine deutsche Hilfsorganisation arbeitet, und gerät in fatale Gewissenskonflikte: Lieferten nicht die Deutschen das Giftgas für den irakischen Anschlag, durch den er seine Eltern verlor? Aber liefern sie nicht heute lebenswichtige Medikamente?

 

Doz

R: Viyan Mayi   K: Hawkar Ferhad
P: Regional Regierung Kurdistan

2011/Irak/Kur  80 Min.   Sprache: ku/meU

D: Diyar Dersim, Sipel Erdogan

Der Film „Doz“ erzählt mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen die Geschichte von Sirme. Sie ist die Tochter eines reichen Mannes und weigert sich, den Mann zu heiraten, den ihr Vater für sie bestimmt hat. Sirme verlässt ihr Elternhaus, um die Hilfe des jesidischen Prinzen zu erbitten.

 

Ein Augenblick Freiheit

R: Arash T. Riahi   K:  Michi Riebl
P: Les Films du Losange, Wega Film
20o8/Ös/Fr  110 Min.
Sprache: per, en/mdU

D: Fares Fares, Navid Akhavan, Behi Djanati Atai

Tempo- und ereignisreich erzählt „Ein Augenblick Freiheit“ von der Odyssee dreier iranisch-kurdischer Flüchtlingsgruppen: ein Ehepaar, zwei junge Männer mit zwei Kindern und ein ungleiches, befreundetes Männerpaar. Sie alle flüchten aus dem Iran und dem Irak und landen in der türkischen Hauptstadt Ankara. Dort warten sie, die Freiheit vor Augen, in einem wenig vertrauenswürdigen Hotel tagtäglich auf den positiven Bescheid ihrer Asylanträge. Hoffnung und Ungewissheit charakterisieren diese erzwungene Pause auf dem Weg in ihre Unabhängigkeit. Der junge österreichisch-iranische Filmemacher Arash T. Riahi setzt die Flucht und das eigentümliche Zwischenstadium der Asylwerbenden mit tragischer Komik und enormer Spannung in Szene.

 

Herman

R: Hussein Hassan K: Ali Shoukri Nerway
P: Cinema Departement Erbil
2009/Irak/Kur  84 Min.   Sprache: ku/meU

D: Gulbahar Kavjo, Rekish Shahbaz, Herman Taher

Zwei Wochen vor der Anfal-Kampagne 1988: Herman und Adar stehen kurz vor ihrer lang ersehnten Hochzeit. Als sich Herman auf den Weg zu seiner Verlobten macht, findet er das Dorf von Saddam Husseins Armee zerstört und menschenleer vor. Auf der Suche nach Adar erfährt Herman, dass Adar zusammen mit den anderen Dorfbewohner zur türkischen Grenze geflohen ist. Dort angekommen, begegnet den Flüchtlingen erneut brutale Gewalt. Sie werden in Camps gesteckt, die noch nicht einmal den geringsten Bedürfnissen entsprechen. Während all dieser Umstände findet Adars Familie heraus, dass Adar schwanger ist. Sie wollen sie dazu drängen, das Kind aufzugeben, um die Ehre der Familie zu retten. Doch das Kind ist nunmehr ihre einzige Verbindung zu ihrem Geliebten Herman.

 

Kick Off Kirkuk

R: Shawkat Amin Korki  K: Salem Salaviti
P: Regional Regierung Kurdistan
2009/Irak-Kur/Jap  80 Min.   Sprache: ku, ar/mdU
D: Atug Asu, Hamed Diyar, Hamajaga Hilin

Kirkuk, die multiethnische Stadt im Norden Iraks, ist nach dem Sturz Saddam Husseins von gewalttätigen Konflikten zwischen rivalisierenden politischen Gruppierungen geprägt. Rund 300 Flüchtlingsfamilien haben dort in einem verlassenen Fußballstadion Zuflucht gefunden, nachdem sie unter Saddam Hussein vertrieben wurden. Sie haben keine Häuser mehr, zu denen sie zurückkehren könnten. Asu lebt in diesem Flüchtlingslager. Trotz der deprimierenden Umstände hat Asu seinen Lebensmut und Optimismus nicht verloren. Er kämpft für seinen Traum, ein Fußballspiel zwischen kurdischen und arabischen Kindern im Stadion zu organisieren. Gleichzeitig sollen sich auf diese Weise die Bewohner des Stadions freundschaftlich näher kommen und außerdem erhofft er sich davon, seine heimliche Liebe Hilin zu beeindrucken. 

Mit Hilfe seines treuen Freundes Sako und der Unterstützung eines regionalen Fernsehsenders meistert Asu alle Hindernisse auf seinem Weg mit viel Biss und Humor. Aber wird er einen Funken Hoffnung in diese verwundete Stadt tragen können?

 

Land of Legend

R: Rahim Zabihi K: Amir Aliveysi
P: Mîtosfilm

2010 Irak/Kur 73 Min. Sprache: ku/meU

D: Ali Zabihi, Soleymani Tajaani Soozani, Rahman Mohamadzadeh

Nach dem Fall des irakischen Regimes unternehmen kurdische Opfer des irakisch-iranischen Krieges legale Aktionen gegen jene Politiker, die ihnen so viele Schmerzen verursachten. Einer von ihnen, ein junger Mann mit Behinderung, reist durch die Grenzregion um von anderen Opfern Unterschriften für eine Petition zu sammeln, die er persönlich nach Bagdad bringen will. Während seiner Reise trifft er auf eine iranische Frau, die ebenfalls Opfer des Krieges ist. Gemeinsam versuchen sie die Grenze in den Irak zu überqueren, aber der Winter ist hart und Regen und Schnee halten sie davon, ab ihre Ziele zu erreichen.

 

Luks Glück

R: Ayşe Polat   K: Patrick Orth
P: Intervista

2010/D  91 Min.   Sprache: de, tr/meU
D: Réne Vaziri, Aylin Tezel

Eine türkische Familie aus Berlin knackt den Lottojackpot. Während die Eltern sich sofort ihren Traum von der Rückkehr in die Heimat erfüllen und ein Hotel in Kappadokien kaufen wollen, haben die beiden erwachsenen Söhne völlig andere oder gar keine Pläne. Luk, der niemals irgendetwas Ernsthaftes geschafft hat, nimmt den Gewinn zum Anlass, sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Als er erlebt, wie seine heimliche Angebetete, die Krankenschwester Gül, auf einer Hochzeit die Gäste mit ihrem Gesang zum Weinen bringt, ist die Idee geboren: Zusammen mit Gül will er alevitische Popmusik produzieren. Unterstützt durch Luks Cousin Cem soll in der Türkei heimlich ein Videoclip entstehen. Doch beim Dreh entwickeln sich die Dinge anders als erwartet.

 

Mandoo

R: Ebrahim Saeedi   K: Bayram Fazli
P: Reg. Regierung Kurdistan
2010/Irak/Kur 90 Min.   Sprache: ar, ku/meU

D: Rojan Mahamad, Shahab Fazili, Mahmoud Gli

Nach dem Tod von Saddam Hussein will der iranische Kurde Shaho seinen sterbenden Vater zurück in sein Dorf bringen, damit dieser seine letzten Tage in einer familiären Umgebung verbringt. Die einzige, die sich ihm in den Weg stellt, ist eine Frau mit geheimnisvollen Augen.

 

Min Dît

R: Miraz Bezar   K: Isabelle Casez
P: Bezar Film, Corazón Int.

2009/Tr/D  102 Min.   Sprache: ku, tr/mdU
D:
Şenay Orak, Muhammed Al

Die zehnjährige Gulistan und ihr jüngerer Bruder Firat wachsen in Diyarbakir auf, einer Stadt im Herzen der kurdischen Region in der Türkei. Auf der Rückfahrt von einer Hochzeit erschießen Paramiltitärs die regimekritischen Eltern vor den Augen der Kinder. Ihre Tante Yekbun, die sich um nach dem Attentat um die Kinder kümmert, verschwindet spurlos bevor sie eine Ausreise für die Kinder und sich selbst nach Schweden arrangieren kann. Geduldig warten die Geschwister auf die Rückkehr ihrer Tante, enden jedoch auf den Straßen Diyarbakirs. Dort lernen sie die zwölfjährige Zelal kennen, die sie in den täglichen Überlebenskampf auf der Straße einführen.
Inspiriert von den Märchen, die ihnen ihre Mutter immer vorgelesen hatte, hecken die Straßenkinder von Diyarbakir einen Plan aus, um sich an dem Mörder von Gulistan und Firats Eltern zu rächen.

 

No One Knows About Persian Cats

R: Bahman Ghobadi  K: Turaj Mansuri
P: Mij Films, Mitosfilm

2009/Iran/D  106 Min. Sprache: per/mdU
D: Negar Shaghaghi, Ashkan Koshanejad

Eine Geschichte, die wir aus vielen Kinofilmen kennen: Junge Leute gründen eine Musikgruppe. In „No One Knows About Persian Cats“ ist dieser Traum jedoch ungleich unwahrscheinlicher – vor allem, wenn die Musiker auch davon träumen, nach Europa zu fliehen, um dort frei Musik zu machen. Denn Rockmusik und der dazugehörige Geist ist im Iran verboten. Musik und Texte unterliegen einem komplizierten Zensursystem und so gibt es zwar jede Menge Musik in Iran, aber die Szene operiert im Untergrund. Der preisgekrönte kurdisch-iranische Regisseur Bahman Ghobadi lässt seine Geschichte vor diesem Hintergrund spielen und inszeniert einen Musikfilm, der das Moloch Teheran von einer ganz anderen Seite zeigt. Auf dem Festival in Cannes, wo der Film in der Sektion „Un Certain Regard“ lief, gewann er den Spezialpreis der Jury. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit der jüngst freigelassenen US-Journalistin Roxana Saberi.

 

Oğul

R: Atilla Cengiz   K: Baybars Tekin
P: Canan Evcimen

2011/Tr  97 Min.   Sprache: tr, kirmancki/meU
D: Riza Akin, Șahin Ergüney, Enes Atis, Duygu Yetiș 

Der Film erzählt die Geschichte zweier Väter und Söhne. Der eine Sohn verlässt zum ersten Mal seine Heimat am schwarzen Meer, um seine Geliebte im türkischen Kurdistan zu besuchen. Der andere Sohn ist untergetaucht, um dem türkischen Militärdienst zu entgehen. Durch das tragische Schicksal der beiden jungen Männer kreuzen sich die Wege der so unterschiedlichen Väter in einem kleinen kurdischen Dorf.

 

Paris d’Exil

R: Ahmet Zirek  K: Diana Canzano
P:2A Prod., Ziyan Prod.

2009/Fr  69 Min.   Sprache: fr/meU
D: Ahmet Zirek, Simon Cohen, Gurgun Argan

Der türkische Kurde Ahmet lebt seit über 20 Jahren als Flüchtling in Paris. Dann entscheidet er sich, seinen Sohn in die Türkei zu schicken, damit dieser seinen Großvater kennenlernen kann. Die fünftägige Reise seines Sohnes verfolgt Ahmet mit großer Anteilnahme am Telefon. Während der Sohn viel Neues über seinen Vater erfährt, erinnert sich dieser an die turbulenten Geschehnisse, die ihn damals ins Exil getrieben haben. Basierend auf dem Essay „Penses que…“ ist „Paris D’Exile“ der Versuch des Schauspielers, Schriftstellers und Regisseurs Ahmet Zirek, die Erlebnisse und Gefühle seines Lebens im Exil zu schildern. Zugleich ist dieser autobiographische Film auch eine Hommage an den großen Filmemacher Yilmaz Güney, der ebenfalls in Paris im Exil war.

 

Press

R: Sedat Yilmaz  K: Demir Gökdemir
P: Karincalar Yapim

2010/Tr   100 Min.   Sprache: ku, tr/mdU
D: Aram Dildar, Engin Emre Deger, Kadim Yașar

Anfang der 90er Jahre in Diyarbakir: Der 18jährige Nazim arbeitet als Hilfskraft in der Redaktion der kurdischen Zeitung „Özgür Gündem“. Er putzt, öffnet morgens das Büro, bereitet das Essen vor und hilft den Journalisten bei technischen Problemen. Die kleine Gruppe versucht, die Weltöffentlichkeit auf die nicht enden wollenden Menschenrechtsverletzungen im kurdischen Teil der Türkei aufmerksam zu machen. Dabei geraten sie selbst ins Visier der Repression und müssen sich mit Pressezensur, Bedrohungen und Verhaftungen auseinandersetzen. Als ihr Kollege Hafiz bei der Recherche zum Verschwinden von fünf Dorfbewohnern auf die Spuren einer paramilitärischen Organisation stößt, entwickelt sich die journalistische Arbeit zu einer Entscheidung zwischen Leben und Tod.

 

Shadow of a Bullet

R: Masoud Arif   K: Hawkar Ferhad
P: Cin. Dir. Dohuk

2011/Irak/Kur  64 Min.   Sprache: ku/meU
D: Muhammed Ali Atroushi

„Shadow Of A Bullet“ ist eine Geschichte vom Leben mit dem Krieg und zeigt, dass die Konsequenz aller Kriege Zerstörung und Zusammenbruch ist. Solange Menschen ihr Leben lang unter dem Schatten einer Kugel leben, werden alle Elemente des Lebens Konsequenzen dieser Kugel sein. Der Film zeigt die Möglichkeit, sich vom Schatten einer Kugel zum Schatten schöner Dinge zu bewegen.

 

The Quarter of the Scarecrows

R: Hassan Ali   K: Mohammad Jano
P: Kultusministerium Kurdistan
2011/Irak/Kur  76 Min.   Sprache: ku, ar/meU

D: Valid Marouf Jaro, Abdal Shawkat, Solav M. Khareb

Der Film beschreibt den Kampf zwischen einem reichen Landbesitzer und Krähenschwärmen. Während sich die Krähen auf seine Felder stürzen, versucht er zu verhindern, dass die Krähen seine Ernte wegfressen. Zwischen den beiden Seiten entwickelt sich ein heftiger Kampf, bei dem die Kinder des Dorfer zu den Opfern des Konfliktes werden.

 

Welcome

R: Phillipe Lioret   K: Laurent Dailland
P: Christophe Rossignon
2009/Fr  115 Min.   Sprache: ku, fr, en/mdU

Seit über drei Monaten ist der kurdische Teenager Bilal schon auf der Flucht. Zu Fuß schaffte es der 17-jährige auf abenteurlichen Wegen vom Irak durch ganz Europa bis an den Ärmelkanal. Nachdem seine Freundin Mîna nach England emigriert ist, hat auch er sein Land verlassen, um sie wiederzusehen und um in England eine Fußballkarriere zu starten. Doch an der Nordküste Frankreichs nimmt seine Reise ein abruptes Ende. Bilal und seine Freundin trennt nun, mitten in der kalten Jahreszeit, der von starkem Nordwestwind aufgewühlte Ärmelkanal. 34 Kilometer liegen zwischen ihm und der nächstgelegenen englischen Stadt.

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